Die Welt auf 1400m²
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Das Museum „Haus Völker und Kulturen“ öffnet jeden ersten Sonntag im Monat zwischen 10:30 und 17 Uhr seine Türen und lädt alle Besucher zu einer interessanten Entdeckungsreise durch die Kulturen und Religionen der Welt ein. Zwei jeweils einstündige Führungen (11:00 und 15:00 Uhr) bieten die Möglichkeit, mit Museumsdirektor Professor Dr. Georg Skrabania SVD auf eine einzigartige Reise in die Welt der verschiedenen Kulturen zu gehen.
Zu sehen und zu hören gibt es viele spannende Informationen und Geschichten zu den einzelnen Exponaten aus Papua Neuguinea, Afrika, Äthiopien oder China. Es gibt eine reiche Sammlung von 270 Exponaten der Elfenbeinküste zu entdecken – wie etwa die Zwilling-Ahnenfiguren der Baule. Wieso werden männliche Figuren schwarz und weibliche rot bemalt? Warum ist Weiß die Farbe des Jenseits? Auch das erfahren Besucher des Museums.
Unsere Ausstellungen

Historie

Museum 'Haus Völker und Kulturen'
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Das Museum HAUS VÖLKER UND KULTUREN ist das kunst-religionsethnologische Museum der Steyler Missionare in Sankt Augustin. In seinen Räumen werden Kunst- und Kultobjekte zahlreicher Völker aus aller Welt präsentiert und bewahrt. Besonderes Gewicht wird auf solche Gegenstände gelegt, die den Menschen in seiner Beziehung zu den übermenschlichen Mächten darstellen. Die Objekte sind daher nicht in erster Linie als Kunstobjekte zu verstehen, sondern als sakrale Gegenstände mit religiösen Funktionen. Ihren eigentlichen Sinngehalt beziehen sie aus der Religion. Nur von hier aus werden sie für uns in ihrem Innersten verständlich.

Entstehung von „Haus Völker und Kulturen“

Entstehung des Museums – HVK

1964 stellte der damalige Direktor des Instituts Anthropos in Sankt Augustin, P. Dr. Wilhelm Saake, den Antrag an die Provinzleitung, ein völkerkundliches und missionswissenschaftliches Museum zu errichten. Bis dahin waren verschiedene Ausstellungsobjekte in den Räumen des Anthropos Instituts und des Missionspriesterseminars untergebracht, ohne jedoch eine systematische Ordnung erkennen zu lassen.

Die Objekte stammten zum großen Teil aus den Nachlässen von Missionaren oder waren Mitbringsel von Mitgliedern des Anthropos Instituts von ihren Feldforschungen in Übersee. Darüber hinaus hat die Stiftung Volkswagenwerk dem Anthropos-Institut Mittel zum Erwerb von ethnologischen Objekten, die von Missionaren in Neuguinea gesammelt wurden, zur Verfügung gestellt. Die Stiftung wollte mit dieser Hilfe dazu beitragen, dass die wertvolle Sammlung nicht in alle Welt zerstreut werde, sondern jenen erhalten bliebe, die sich seit mehr als 60 Jahren in der ehemals deutschen Kolonie um das Wohl und Wehe der Eingeborenen bemühen. (Brief von P. Wilhelm Saake, 20.02.1964)

In der Zwischenzeit wurden von der Bundesregierung in Bonn Gelder zur Erweiterung von wissenschaftlichen Einrichtungen der Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt. 1971 konnte mit dem Bau des Museums „Haus Völker und Kulturen“ begonnen werden. Am 16. November 1973 fand die feierliche Einweihung statt.

Das Museum hat zwei Sammlungsschwerpunkte: Westafrika und Sepik – Papua-Neuguinea.

Das Haus Völker und Kulturen ist ein Ort der Begegnung und Vermittlung der Kulturen und ein Bekenntnis zum interkulturellen Dialog in der multikulturellen Gesellschaft. Ziel ist es, das Verständnis für die Interkulturalität der Völker und die missionarische Bewusstseinsbildung zu fördern.

Das Museum bietet heute:

  • Anschauungs- und Dokumentationsmaterial für die Studierenden der Hochschule;
  • Anregungen zu vergleichenden Studien;
  • Funktion der allgemeinen Bildung für die Öffentlichkeit;
  • Forschungsmaterial für Wissenschaftler.

Viele der ausgestellten Objekte sind Teil des Weltkulturerbes der Menschheit. Sie sind einmalig und daher auch besonders wertvoll.

BEDEUTUNG

Das MUSEUM hat einen kunst -religionsethnologischen Charakter und legt durch die Fülle seiner Objekte ein eindrucksvolles Zeugnis der missionarischen Tätigkeit der Steyler Missionare in aller Welt ab. Heute ist das HAUS VÖLKER UND KULTUREN (HVK) ein Ort der Begegnung und Vermittlung der Kulturen und ein Bekenntnis zum interkulturellen Dialog in der multikulturellen Gesellschaft. Im HVK kann man die Pluralität der Kulturen der verschiedenen Völker weltweit erfahren. Die Steyler Missionare studieren und studierten das Leben der Menschen oft in jahrzehntelangem engen Zusammenleben beispielsweise in Papua-Neuguinea, Asien (China, Indonesien), West- und Zentralafrika oder Südamerika.

KULTOBJEKTE

Kunst- und Kultgegenstände aus Afrika und Sepik – Papua-Neuguinea nehmen einen breiten Raum im Museum ein. Die ausgestellten Objekte sollten zum Beispiel vor bösen Geistern schützen oder das Wohlwollen verstorbener Ahnen garantieren.

CHRISTLICHE KUNST WELTWEIT

Die Verbreitung des Christentums außerhalb Europas führte dazu, dass die christianisierten Völker ihren neuen Glauben mit ihren alten künstlerischen und handwerklichen Traditionen ausdrückten. Dies bezeichnet man auch als Inkulturation. Die beeindruckenden Zeugnisse Christlichen Glaubens, wie er in den verschiedenen Ländern und Regionen gelebt wurde und wird, werden ebenfalls im Museum gezeigt.

Die Geschichte der Steyler Missionare in Sankt Augustin

Sankt Augustin ist seit 1913 eine Niederlassung der Steyler Missionare, der Gesellschaft des göttlichen Wortes (SVD, lat. Societas Verbi Divini).

1875 durch den hl. Arnold Janssen im niederländischen Steyl gegründet, arbeiten heute Patres, Brüder und Schwester in mehr als 60 Ländern der Erde. Die Genehmigung für den Bau des Missionshauses St. Augustin erteilte die preußische Reichsregierung zum Zweck der „Aushilfe in der Seelsorge und als Heim für erholungsbedürftige Ordensangehörige“.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde daraus ein Ausbildungshaus für den Ordensnachwuchs. 1941 wurde das Haus von den Nazis beschlagnahmt und die Bewohner vertrieben. Nach Kriegsende konnte sich das Missionspriesterseminar mit seinen Einrichtungen sehr schnell wieder seinen ursprünglichen Aufgaben widmen und beherbergt heute die staatlich anerkannte Philosophisch-Theologische Hochschule. Inzwischen sind ca. 1100 Steyler Missionare hier ausgebildet worden.

Seit 1960 kamen zusätzliche wissenschaftliche Institute (Anthropos, Monumenta Serica, Missionswissenschaftliches Institut und Museum Haus Völker und Kulturen) und Gebäude im Park und Garten dazu. Die Stadt Sankt Augustin (1977) leitet ihren Namen vom Missionshaus ab.

Exponate

DIE WELT AUF 1400M²

Sonderausstellungen

Archiv aus vergangenen Veranstaltungen
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Juli 18 2015 | No Comments |

Im Ramen der Ausstellung Tanz der Ahnen. Kunst vom Sepik in Papua-Neuguinea, die Martin-Gropius-Bau, Berlin (18.3. - 14.6.2015), Museum Rietberg, Zürich (10.7. - 4.10.2015) und Musee du quai Branly, Paris (27.10.2015 – 7.2.2015) vorbereit [...]

test13 Tanz der Ahnen

Im Ramen der Ausstellung Tanz der Ahnen. Kunst vom Sepik in Papua-Neuguinea, die Martin-Gropius-Bau, Berlin (18.3. - 14.6.2015), Museum Rietberg, Zürich (10.7. - 4.10.2015) und Musee du quai Branly, Paris (27.10.2015 – 7.2.2015) vorbereitet haben, hat das Museum Haus Völker und Kulturen, Sankt Augustin, fünf Objekte als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung, die eine Synthese des Kunstgebiets zeigt und wertet die Forschungsreisen auswertet, umfasst 230 Exponate. Von Figuren über Trommeln und Aufhängehaken bis zu Masken verdeutlichen sie die Kreativität und Vielfalt der Gemeinschaften, die entlang des Flusses Sepik leben. Es sind Werke, die durch ihre ästhetische Qualität und Seltenheit ebenso beeindrucken wie durch ihre Vergänglichkeit.

Die Werke faszinieren wegen ihrer überaus reichen Verzierung auf kleinen und großen Gegenständen und durch die Vermischung der in Europa eher getrennten Gattungen (Malerei, Skulptur) des Gestaltens. Die Schnitzwerke vom Sepik repräsentierten eine neue Bildsprache, die schon um 1900 die Aufmerksamkeit von Künstlern der Moderne fand.

[Vorworte, in: P. Peltier, M. Schindlbeck, Chr. Kaufmann (Hg.), Tanz der Ahnen. Kunst vom Sepik in Papua-Neuguinea, Hirmer 2012.]

 

Das Leben am Sepik

Die Taten der Ahnen haben die Welt der Menschen geschaffen, so glauben es die Menschen am Sepik. Ihre Verwandlungen manifestieren sich in der Umwelt und in den kulturellen Zeugnissen. Die Ahnen, so denkt man, haben das breite Flussbecken des Sepik geschaffen, auf dessen Uferdämmen die Häuser stehen.

Von zentraler Bedeutung sind die Tanzplätze vor den Männerhäusern; auf ihnen treten die Ahnenfiguren auf und erinnern an die Taten der mythischen Zeit. Die Tänzer verkörpern mit ihrem reichen Schmuck und ihren farbenprächtigen Maskenfiguren diese Ahnen und glauben, so mit ihnen eins zu werden.

Weihnachtskrippen
Juli 18 2015 | No Comments |

In der WEIHNACHTSKRIPPENAUSSTELLUNG wurden 180 Krippen aus fast allen Kontinenten ausgestellt. Die Besucher sollten einen Eindruck von der Unterschiedlichkeit der Krippen bekommen, in denen das Ereignis der Geburt Christi in verschiedenen K [...]

Weihnachtskrippen

In der WEIHNACHTSKRIPPENAUSSTELLUNG wurden 180 Krippen aus fast allen Kontinenten ausgestellt. Die Besucher sollten einen Eindruck von der Unterschiedlichkeit der Krippen bekommen, in denen das Ereignis der Geburt Christi in verschiedenen Kulturen und Frömmigkeitskontexten künstlerisch verarbeitet wurde.

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Kar- und Osterausstellung
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Im Rahmen der KAR- UND OSTERAUSSTELLUNG wurden 174 Objekte aus verschiedenen Kulturen und aus dem Kontext der Volksfrömmigkeit ausgestellt. Den Besuchern sollte das Zentrum des christlichen Osterglaubens – Kreuz und Auferstehung Christi [...]

test13 Kar- und Osterausstellung

Im Rahmen der KAR- UND OSTERAUSSTELLUNG wurden 174 Objekte aus verschiedenen Kulturen und aus dem Kontext der Volksfrömmigkeit ausgestellt. Den Besuchern sollte das Zentrum des christlichen Osterglaubens – Kreuz und Auferstehung Christi – in der Vielfalt seiner künstlerischen Verarbeitungen nahe gebracht werden.

Kontakt

Museum ``Haus Völker und Kulturen``